Strafsachen

Kartendaten über einen Link eingegeben — Geld wurde abgebucht: Was tun nach georgischem Recht

Was zu tun ist, wenn nach der Eingabe von Kartendaten auf einer gefälschten Seite Geld abgebucht wurde: Kartensperrung, Erstattungsanspruch gegen die Bank, Fristen und das Beschwerdeverfahren bei der Nationalbank.

Was tun

  1. Sofort: Karte sperren — die Bank ohne unbegründeten Verzug informieren (Gesetz Georgiens über Zahlungssysteme und Zahlungsdienste, Art. 30); nach der Benachrichtigung haftet der Kunde nicht für weitere Abbuchungen (Gesetz Georgiens über Zahlungssysteme und Zahlungsdienste, Art. 33). Polizei: Eingriff in Computerdaten zur finanziellen Bereicherung ist eine Straftat (Strafgesetzbuch Georgiens, Art. 286¹); die Bescheinigung über die Anzeige ist der Beschwerde an die Bank beizufügen (Strafprozessordnung Georgiens, Art. 101).
  2. Die Transaktion hat der Betrüger ausgeführt, der Kunde hat nur die Daten eingegeben: Es fehlt die Zustimmung zu der Transaktion selbst — sie ist nicht autorisiert (Gesetz Georgiens über Zahlungssysteme und Zahlungsdienste, Art. 22). Hat der Kunde den Überweisungsauftrag an den Empfänger selbst bestätigt, gilt ein anderes Regime (autorisierte Überweisung).
  3. Forderung an die Bank: spätestens 13 Monate nach der Abbuchung (Gesetz Georgiens über Zahlungssysteme und Zahlungsdienste, Art. 32); bei einer Abbuchung durch einen ausländischen Verkäufer ist innerhalb von 75 Tagen zu melden (Art. 32); die Bank erstattet bei offensichtlichem Betrug eines Dritten (Art. 32); die Bank erstattet spätestens bis zum Ende des nächsten Werktags (Art. 33); die Authentifizierung hat die Bank zu beweisen (Art. 32); Protokolldaten allein reichen nicht — die Bank muss Beweise für ihren Verdacht vorlegen (Art. 32); die Haftung des Kunden ist auf höchstens 100 Lari begrenzt (Art. 33).
  4. Einwand „Sie haben den Code selbst eingegeben“: Ausnahme ist ein begründeter Verdacht auf Betrug, Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Kunden (Art. 33). Zu prüfen: Verlangte die Bank keine starke Authentifizierung, haftet der Kunde nicht (Art. 33); Text der SMS — ob darin der Empfänger und der Betrag angegeben waren.
  5. Bei Ablehnung: Beschwerde bei der Bank — Entscheidung spätestens innerhalb von 15 Werktagen (Gesetz Georgiens über Zahlungssysteme und Zahlungsdienste, Art. 41¹); danach die Streitbeilegungskommission bei der Nationalbank — spätestens 6 Monate nach der Beschwerde (Art. 41¹); danach das Gericht.
  6. Wohin Sie sich wenden: eigene Bank; Streitbeilegungskommission bei der Nationalbank Georgiens; Polizei; Gericht.
  7. Beweise: SMS mit dem Link, Screenshots der Seite, Kontoauszug (Betrag, Empfänger, Land), Zeitpunkt der Sperrung, Bescheinigung der Polizei.
  8. Fallen: anerkennen, dass die Eingabe der Daten auf einer gefälschten Seite eine Zustimmung ist; die 75 Tage bei einem ausländischen Verkäufer versäumen; auf ein Strafverfahren warten, statt Beschwerde bei der Bank einzulegen; „Rückholdienste“ — erneuter Betrug.

Unbedingt prüfen

  • Karte sofort sperren und die Bank informieren; Anzeige bei der Polizei
  • Abbuchung ohne Zustimmung ist nicht autorisiert; die Bank erstattet bis zum Ende des nächsten Werktags, die Beweislast liegt bei der Bank
  • Haftungsgrenze des Kunden 100 Lari; Ausnahme ist Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit, die die Bank beweisen muss
  • Fristen: 13 Monate, 75 Tage bei ausländischen Verkäufern; Beschwerde bei der Bank 15 Werktage, danach Kommission bei der NBG innerhalb von 6 Monaten

Geltende Vorschriften (Texte auf Georgisch)

საგადახდო სისტემისა და საგადახდო მომსახურების შესახებ

საქართველოს სისხლის სამართლის საპროცესო კოდექსი

საქართველოს სისხლის სამართლის კოდექსი

Dies ist ein Überblick, keine Rechtsberatung. Fristen und Beträge folgen der geltenden Fassung des Gesetzes — prüfen Sie sie am Text des jeweiligen Artikels.

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