Arbeitsverhältnis
Krankenblatt: Wer zahlt und wie es ausgestellt wird: Was tun nach georgischem Recht
Wer das Krankengeld bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit zahlt, wie viel und ab wann, welche Fristen für die Einreichung des Krankenblatts gelten und wann eine lange Krankheit ein Kündigungsgrund sein kann.
Was tun
- Wer zahlt: Krankheit von bis zu 40 Tagen am Stück oder 60 Tagen innerhalb von 6 Monaten setzt das Arbeitsverhältnis aus, es wird nicht beendet (Arbeitsgesetzbuch, Art. 46). In dieser Zeit wird kein Gehalt gezahlt, sofern Gesetz oder Vertrag nichts anderes vorsehen (Arbeitsgesetzbuch, Art. 46). Für Krankheit sieht das Gesetz jedoch etwas anderes vor: Das Krankengeld steht jedem Arbeitnehmer zu (Verordnung über das Krankengeld, Art. 2). Es wird vom Arbeitgeber festgesetzt, berechnet und ausgezahlt — nicht vom Staat (Verordnung über das Krankengeld, Art. 2). Der Anspruch richtet sich also an den Arbeitgeber, nicht an den Staat.
- Fristen: Das Krankenblatt ist spätestens 3 Monate nach dessen Abschluss einzureichen; danach wird es nicht bezahlt (Verordnung über das Krankengeld, Art. 7). Auszahlung oder schriftliche Ablehnung erfolgen innerhalb von 10 Arbeitstagen nach Einreichung des Krankenblatts (Verordnung über das Krankengeld, Art. 7). Die Klage ist innerhalb von 1 Jahr ab dem Zeitpunkt zu erheben, an dem der Arbeitnehmer vom Verstoß erfahren hat (Arbeitsgesetzbuch, Art. 74).
- Höhe: Das Krankengeld wird ab dem ersten Tag des Krankenblatts gezahlt (Verordnung über das Krankengeld, Art. 4). Grundlage ist das Gehalt aus dem Arbeitsvertrag (durchschnittlicher Tagesverdienst × ausgefallene Arbeitstage) (Verordnung über das Krankengeld, Art. 6). Ist das Gehalt nicht festgelegt oder handelt es sich um Akkordlohn, gilt der Durchschnitt der letzten 3 Monate (Verordnung über das Krankengeld, Art. 6). Eine Ablehnung ist nur rechtmäßig bei Verletzung des ärztlichen Behandlungsregimes, Krankheit oder Verletzung infolge von Trunkenheit, Verletzung bei einer Straftat oder vorsätzlicher Selbstschädigung (Verordnung über das Krankengeld, Art. 5).
- Dokument: Das Krankenblatt stellt jede Klinik (Ambulanz oder Stationär) nach persönlicher ärztlicher Untersuchung aus (Verordnung über das Krankenblatt, Art. 4). Eine rückwirkende Ausstellung für Tage ohne ärztliche Untersuchung ist unzulässig, außer in engen Ausnahmefällen (Verordnung über das Krankenblatt, Art. 5). Die Betreuung eines erkrankten Familienangehörigen über 15 Jahre wird mit 3 Tagen, höchstens 7 Tagen, bescheinigt; für ein Kind unter 7 Jahren gilt die gesamte Dauer der akuten Erkrankung (Verordnung über das Krankenblatt, Art. 7).
- Lange Krankheit: Eine Krankheit von mehr als 40 Tagen am Stück oder 60 Tagen innerhalb von 6 Monaten bei aufgebrauchtem Urlaub ist ein Kündigungsgrund, sofern der Vertrag nichts anderes vorsieht (Arbeitsgesetzbuch, Art. 47). Die Kündigung erfolgt nur mit einer Vorankündigung von 30 Tagen und einer Entschädigung von mindestens einem Monatsgehalt (oder 3 Tage Frist und mindestens zwei Monatsgehälter) (Arbeitsgesetzbuch, Art. 48). Andernfalls ist sie als Kündigung anzufechten.
- Schutz: schriftliche Forderung mit Kopie des Krankenblatts, danach Arbeitsinspektion, danach Gericht.
- Wohin wenden: Arbeitgeber; Klinik (Krankenblatt); Arbeitsinspektion; Gericht — Zivilkammer des Bezirks- bzw. Stadtgerichts.
- Beweise: Krankenblatt und Nachweis seiner Übergabe, Arbeitsvertrag, Gehaltsabrechnungen, Ablehnung oder Schriftverkehr.
- Fallen: „In Georgien werden keine Krankengelder gezahlt“ oder „der Staat zahlt“ — das Krankengeld nach der Verordnung zahlt der Arbeitgeber; das Krankenblatt zu spät einreichen; ein Krankenblatt rückwirkend anfordern; es mit dem Mutterschaftsgeld verwechseln (dieses zahlt der Staat, eigener Fall).
Unbedingt prüfen
- Krankengeld zahlt der Arbeitgeber ab dem ersten Tag, Grundlage ist das Vertragsgehalt
- Fristen: Krankenblatt spätestens 3 Monate nach Abschluss einreichen; Auszahlung oder schriftliche Ablehnung — 10 Arbeitstage
- Wer das Krankenblatt ausstellt, ohne rückwirkende Ausstellung
- Wann kein Krankengeld zusteht und wann eine lange Krankheit eine Kündigung mit Vorankündigung und Entschädigung erlaubt
- Wohin wenden und die 1-Jahres-Frist für die Klage